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Zu Besuch auf der Western-Ranch

20.06.2019

Im Juni ging es für die Waldkinder für ganze 3 Wochen in die Räuberhöhle nach Haßbergen! Die letzte Zeit vor den Ferien wollten die Kinder in vollen Zügen genießen und so hatten sie noch diesen Wunsch.

Der Platz im Wald ist groß und bietet viel Fläche für die Kinder, um sich zu bewegen. Aus Ästen und Holzstämmen wurden immer wieder Hindernisse gebaut und ganze Turniere wurden nachgespielt. Die Pferde brauchten natürlich einen Stall und so kamen die ersten Fragen auf: Wo und wie wohnen Pferde eigentlich? Wohnen sie lieber allein? Was fressen Pferde? Was gehört alles in einen Putzkasten? Und welche Pferderassen gibt es eigentlich? Und schon war unser neues und damit letztes Thema in diesem Kindergartenjahr geboren: PFERDE! Bücher wurden mitgebracht und mit großem Eifer gewälzt. Spiele wurden gespielt, Hundeleinen dienten als Longierleinen, Seile wurden umfunktioniert und täglich wieherte, schnaubte, trabte und galoppierte es bei uns im Wald. Aber der größte Wunsch der Kinder: einmal ein echtes Pferd sehen und anfassen dürfen! Wie fühlt sich ein Pferd an? Wie riecht es? Und was gibt es auf einem Reiterhof alles zu tun, außer die Pferde zu bewegen?

Diesen Wunsch wollten wir den Kindern natürlich gerne erfüllen! Und so nahmen wir Kontakt auf zur HD-Ranch von Holger Dierks! Passend zu unserem Cowboy-und Indianer- Thema vom Februar/März handelt es sich um einen Western-Reithof! Prompt klappte es auch mit einem Termin. Die Kinder waren Feuer und Flamme! Und wer es noch nicht war, der war es spätestens, als wir nach einem Fußmarsch von knapp 1,5km in der Schwarzen Straße ankamen! (Nach Meinung der Kinder wären sie auf dem Weg auch beinah draufgegangen, aufgrund der GROßEN HITZE von mindestens 100°C..... eigentlich waren es nur 23°C ;-) )

Auf dem Hof wurden wir begrüßt von Holger und Katrin, die uns schon erwartet haben. Hündin Bonnys Neugier war auch geweckt, als die Kinder ihr Frühstück auspackten! Erste Pferde wurden schon gesehen und auch der Traktor blieb den Kindern nicht lange verborgen! Nach der kleinen Stärkung und Löschung des unbändigen Durstes wurde erst einmal der Hof erkundet. Die Pferde waren natürlich die großen Stars des Tages! "Fühl mal!", konnte man hören und: "... wie weich die sind! Und wie gut die riechen!". Die Kinder wollten alle Namen der Pferde wissen und ließen sich von Holger und Katrin erklären was ein Offenstall ist und ein Paddock und, dass es auch unter Pferden Freundschaften gibt, aber auch Pferde, die einander nicht so gut leiden können. Auch wussten die Pferde schon, dass es nun auch für sie etwas zu essen gab! Die Kinder waren begeistert, als es daran ging, die riesige Schubkarre mit Heu zu füllen und es an die Pferde zu verteilen. Manches Pferd bekam an diesem Morgen sein Heu sogar in kleinen Portionen angereicht, was sie gerne annahmen. Auch füllten die Kinder bereits eine weitere Schubkarre mit Heu, denn die Pferde sollten auch abends noch eine Portion Heu bekommen.

Nun wurde es wirklich warm um die Ställe und die Kinder hatten sich eine Trinkpause verdient. Hündin Bonny wurde geknuddelt und nun konnten sie das erste Pferd ganz aus der Nähe sehen. Holger zeigte den Kindern, was ein Westernreiter alles braucht und wie sich die Ausrüstung vom „herkömmlichen“ Reiten unterscheidet. Erschrocken waren sie zunächst über die Sporen, jedoch durfte sie jeder einmal in den Händen halten und so erkannten sie, dass sie nicht wehtaten oder scharfe Kanten hatten. Holger braucht sie, um mit den Pferden zu „sprechen“, erklärte er. Die Kinder bewunderten den schweren Westernsattel und ließen sich die Trense ganz genau erklären. Nun ging es in die Halle und Holger zeigte uns, was ein Westernpferd alles kann und dass man tatsächlich mit Pferden „sprechen“ kann! Wenn auch nicht mit Worten, so waren die Kinder ganz beeindruckt davon, wie ein Pferd auf scheinbar unsichtbare Signale reagiert und dass das ganz ohne Peitschen oder laute Befehle geht. Holger ließ sein Pferd traben, galoppieren, drehen und stoppen und erklärte uns dabei ganz genau wie er z.B. die Sporen dabei vorsichtig einsetzen muss. Zum Schluss nahm er sogar die Trense ab und nun staunten die Kinder nicht schlecht, dass das Pferd sich trotzdem noch lenken ließ. Sogar vom Boden aus konnte Holger das Pferd lenken, ohne einen Strick in der Hand, nur mit dem Körper! Die Kinder klatschten Applaus und freuten sich darauf, nun selbst einmal aufs Pferd steigen zu dürfen. Katrin und Holger brachten Klein-Gypsy und Groß-Gypsy in die Halle. Nun ging es erst einmal ans Putzen! 15 Kinder waren emsig dabei das Fell der Tiere zu striegeln, die Mähnen zu bürsten und die Hufe auszukratzen. Denn das gehört zum Reiten dazu und die Pferde genossen die Pflege.

Nun durfte jeder seinen Mut unter Beweis stellen und einmal auf Klein-Gypsys oder Groß-Gypsys Rücken steigen! Auch konnte immer ein Kind dabei helfen die Pferde zu führen und auch wieder zum Stehen zu bringen! Auch das gelang gut mit der eigenen Körpersprache.

Nun war unser Vormittag bei Holger und Katrin leider schon zu Ende! Die Kinder wurden platt, aber sehr glücklich und zufrieden, von ihren Eltern abgeholt. Und bestimmt haben Holger und Katrin ein paar neue Reitkinder gewonnen! Wir danken nochmal herzlich für diese tolle Erfahrung und sind bestimmt nicht zum letzten Mal auf der HD-Ranch gewesen!

 

 

Fotoserien zu der Meldung


Zu Besuch auf der Western-Ranch (20.06.2019)

Am 19.06. besuchten wir die HD-Ranch von Holger Dierks in Haßbergen